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Dieser britisch inspirierte Rinderschmortopf verbindet zart geschmortes Fleisch mit einer kräftigen Rotwein-Brühe und reichlich Gemüse. Steckrübe, Möhren, Sellerie und Lauch geben dem Gericht eine herzhafte, leicht süßliche Note. Thymian und Lorbeer bringen Würze in den Topf, während die Sauce im Ofen langsam an Tiefe gewinnt.
Zum Schluss garen kleine Knödel aus Mehl und Rindertalg direkt auf dem Schmortopf. Sie werden weich und saftig und nehmen beim Servieren etwas von der aromatischen Sauce auf. Mit Kartoffelpüree wird daraus ein sättigendes Hauptgericht für kühle Tage oder ein gemütliches Essen am Wochenende. Plane genügend Zeit für das langsame Schmoren ein: Das Fleisch ist fertig, wenn es sich leicht mit einer Gabel zerteilen lässt.
Langsames Schmoren macht das Fleisch zart
Beim Schmoren wird Fleisch zunächst kräftig angebraten und anschließend zugedeckt mit Flüssigkeit bei gleichmäßiger Hitze gegart. Die lange Garzeit ist besonders für durchwachsene Stücke hilfreich: Bindegewebe wird nach und nach weich, und das Fleisch lässt sich schließlich leichter teilen. Für diesen Topf übernimmt der Backofen das gleichmäßige Garen, während der schwere Schmortopf die Wärme gut hält.
Das Anbraten sorgt für Röstaromen, die später in die Sauce übergehen. Auch das kurze Mitrösten des Mehls ist nützlich: Es verbindet sich mit dem Fett und kann die Flüssigkeit beim Schmoren leicht binden. Rühre nach dem Garen vorsichtig um, damit die weichen Fleischstücke und das Gemüse ihre Form möglichst behalten.
Rotwein und Gemüse geben der Sauce Tiefe
Rotwein bringt Säure und herbe Aromen in die Schmorflüssigkeit. Zusammen mit dem kräftigen Rinderfond bildet er die Grundlage für eine vollmundige Sauce. Ein kleiner Anteil Balsamico kann zusätzliche Säure beisteuern; Worcestershiresauce ergänzt eine würzige, herzhafte Note. Da beide Zutaten nach Geschmack dosiert werden, lohnt es sich, vorsichtig zu beginnen und die Sauce erst am Ende abzuschmecken.
Möhren und Steckrübe geben dem Gemüse eine milde Süße, während Sellerie, Lauch und Zwiebeln kräftigere Aromen beisteuern. Beim langen Garen geben sie einen Teil ihres Geschmacks an die Flüssigkeit ab. Lorbeer und Thymian halten die Würzung kräuterig, ohne die übrigen Zutaten zu überdecken.
Knödel gehören direkt auf den Schmortopf
Knödel aus Mehl, Backpulver und Rindertalg sind eine passende Ergänzung zu einem britisch inspirierten Schmortopf. Das Backpulver lockert den Teig beim Garen, sodass die kleinen Kugeln aufgehen und eine weiche Krume bekommen. Rindertalg, im Englischen oft als Suet bezeichnet, ist ein festes tierisches Fett und wird traditionell in solchen Knödelteigen verwendet. Die Konsistenz des Teigs sollte fest genug sein, damit sich Kugeln formen lassen, aber nicht trocken wirken.
Beim Garen auf dem Eintopf nehmen die Knödel Wärme und Dampf auf, während sie einen Teil der würzigen Flüssigkeit abbekommen. Mit geschlossenem Deckel bleibt ihre Oberfläche weich. Wenn du eine festere, gebräunte Oberseite möchtest, kann der Deckel während der letzten Garzeit abgenommen werden. Kartoffelpüree passt dazu, weil es die Sauce gut aufnimmt und das Gericht abrundet.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Portionen: 4
- Vorbereitung: 30 Min.
- Garzeit: 2 Std. 20 Min.
- Gesamtzeit: 2 Std. 50 Min.
- Schwierigkeit: Mittel
Zutaten für 4 Portionen
- 2 EL Olivenöl
- 25 g Butter
- 750 g Rindfleisch zum Schmoren, in Würfel geschnitten
- 2 EL Mehl
- 2 Zehen Knoblauch, gehackt
- 175 g Zwiebeln, gewürfelt
- 150 g Staudensellerie, gewürfelt
- 150 g Möhren, gewürfelt
- 2 Stangen Lauch, in Scheiben geschnitten
- 200 g Steckrübe, gewürfelt
- 150 ml Rotwein
- 500 ml Rinderfond
- 2 Stück Lorbeerblätter
- 3 EL Thymian
- 3 EL Petersilie, gehackt
- nach Geschmack Worcestershiresauce
- nach Geschmack Balsamico
- nach Geschmack Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 125 g Mehl, für die Knödel
- 1 TL Backpulver
- 60 g Rindertalg, für die Knödel
- nach Bedarf Wasser, für den Knödelteig
- nach Geschmack Salz, für den Knödelteig
- nach Bedarf Kartoffelpüree, zum Servieren

Zubereitung
- Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor. Erhitze Olivenöl und Butter in einem ofenfesten Schmortopf und brate das Rindfleisch rundherum kräftig an.
- Streue 2 EL Mehl über das Fleisch und rühre es 2 bis 3 Minuten unter, damit es leicht röstet. Gib Knoblauch, Zwiebeln, Sellerie, Möhren, Lauch und Steckrübe dazu und brate alles weitere 1 bis 2 Minuten.
- Gieße Rotwein und Rinderfond an. Rühre Thymian, Lorbeerblätter, Worcestershiresauce und Balsamico nach Geschmack ein und würze mit Salz und Pfeffer.
- Setze den Deckel auf den Topf und stelle ihn für etwa 2 Stunden in den Ofen. Das Fleisch ist bereit, wenn es weich ist und sich leicht mit einer Gabel teilen lässt.
- Vermische für die Knödel Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel. Arbeite den Rindertalg ein und gib schluckweise Wasser dazu, bis ein fester, formbarer Teig entsteht.
- Forme mit bemehlten Händen kleine Kugeln aus je einem Löffel Teig. Nimm nach der Schmorzeit den Deckel ab und verteile die Knödel auf dem Eintopf.
- Decke den Topf wieder zu und gare alles weitere 20 Minuten im Ofen. Die Knödel sollen sichtbar aufgegangen und innen weich sein; für eine goldene Oberfläche lässt du den Deckel in dieser letzten Garzeit weg.
- Verteile Kartoffelpüree auf vier Teller und richte den Schmortopf mit Knödeln darauf an. Streue zum Servieren gehackte Petersilie darüber.
Tipps
- Schneide das Gemüse schon vor dem Anbraten zurecht. So kannst du es zügig in den Topf geben, ohne dass das Fleisch währenddessen zu dunkel wird.
- Falls du keinen Rindertalg findest, frag beim Metzger nach; für die typische Knödeltextur ist er besser geeignet als weiche Butter.
- Reste halten abgedeckt im Kühlschrank etwa 2 bis 3 Tage. Erwärme den Schmortopf langsam und gib bei Bedarf einen kleinen Schuss Fond dazu.
- Für eine alkoholfreie Variante kannst du den Rotwein durch die gleiche Menge zusätzlichen Rinderfond ersetzen.
Häufige Fragen
Kann ich den Schmortopf am Vortag zubereiten?
Ja, der Rinderschmortopf lässt sich gut vorbereiten und abgedeckt im Kühlschrank lagern. Gare die Knödel möglichst erst kurz vor dem Servieren, damit sie frisch und weich bleiben.
Welches Rindfleisch eignet sich zum Schmoren?
Nimm ein gut durchwachsenes Stück, das für langes Garen geeignet ist, etwa Schulter oder Wade. Mageres Kurzbratfleisch wird bei dieser langen Garzeit eher trocken.
Kann ich die Knödel ohne Rindertalg zubereiten?
Rindertalg sorgt für die typische lockere und saftige Beschaffenheit. Ein Austausch verändert die Textur; wenn du keinen Talg bekommst, kannst du pflanzliches festes Fett verwenden.
Wie bewahre ich Reste auf?
Fülle den abgekühlten Schmortopf in einen dicht verschlossenen Behälter und stelle ihn für 2 bis 3 Tage in den Kühlschrank. Erwärme ihn schonend, damit Fleisch und Knödel nicht zerfallen.
Bilder wurden mit Hilfe der KI erstellt und redaktionell geprüft



